Dieses Privathaus am Rande der Großstadt Düsseldorf ist ein Paradebeispiel für das, was Claudia de Bruyn als "funktionalen Minimalismus" bezeichnet. Dies definiert eine Geisteshaltung, die hier die Emotionalität, die Wohnen bedingt, mit Einfachheit und Zweckmäßigkeit vereint.

Dieses Privathaus am Rande der Großstadt Düsseldorf ist ein Paradebeispiel für das, was Claudia de Bruyn als "funktionalen Minimalismus" bezeichnet. Dies definiert eine Geisteshaltung, die hier die Emotionalität, die Wohnen bedingt, mit Einfachheit und Zweckmäßigkeit vereint.

Priorität dabei war es, das Gleichgewicht zwischen zu minimalistisch, was oft als steril empfunden wird, und zu emotional, und damit leicht zu chaotisch, herzustellen - ganz nach dem Grundsatz "weniger ist mehr". Durch die Reduzierung auf das Wesentliche treten in diesem Zuhause besondere Kernelemente in den Vordergrund und vereinen sich in einer schlichten, aber innovativen Komposition mit emotionaler Wirkung.
Dies gelang vor allem durch den Kontrast zwischen unterschiedlichen Teilen des Hauses: Einerseits steht die großzügige Struktur mit ihrer transparenten Weite im Gegensatz zu dem schon verhandenen Haus aus den 1950er Jahren. Andererseits wird durch die hohe Glasfront ein sanfter Übergang zwischen Garten- und Innenbereich geschaffen. Auch diese Verschmelzung ist ein elementarer Aspekt, der zur emotionalen Bindung zum Haus beiträgt.
Im Innenraum sorgen deckenhohe Einbauschränke für "unsichtbaren" Stauraum, ohne die visuelle Weite zu beeinträchtigen. Auch in der Farbwahl wurde hier auf Zurückhaltung gesetzt, sodass die warmen Weißtöne an Wänden und Decken durch Reflektion des Tageslichts den Raum hell und freundlich erscheinen lassen - sogar bei schlechtem Wetter. Passend dazu strahlt auch das amerikanische Kirschbaumparkett mit seinem zweidimensionalen Effekt Ruhe und Großzügigkeit aus.
Darüber hinaus "erdet" es den Raum durch den sanften Farbton und sorgt für persönliches Wohlbefinden.
Ein weiteres Kernelement wurde durch das Beleuchtungskonzept realisiert. Abgesehen von der bewusst exponierten Hängelampe über dem Esstisch, die den Eindruck eines glühenden Planeten erweckt, wurden alle Leuchtmittel in geraden Linien bündig in die Decke integriert, sodass sie nur in eingeschaltetem Zustand sichtbar werden.

 
Abschließend verleihen persönliche Schätze wie Bilder oder einige wenige über die Jahre gesammelte Möbelstücke dem Raum den letzten vertrauten Schliff.

Durch diese Kombination aus zurückhaltendem Minimalismus und der innovativen Akzentuierung von bestimmten Kernelementen wird in diesem Privathaus eine ästhetische Grundlage für harmonisches Wohnen geschaffen. 


FOTOGRAFIE: BERND HAUGRUND, ARTDOKU, DÜSSELDORF | www.artdoku.de