Vom Überlagerten zum Wesentlichen
Die leise Transformation eines Hauses
Das in den 1930-er Jahren im Baustil dieser Zeit errichtete Einfamilienhaus im Norden Düsseldorfs wurde über die Jahrzehnte hinweg immer wieder im Innen- wie im Außenbereich verändert.
So überlagerten zahlreiche bauliche Ergänzungen und Umgestaltungen zunehmend die ehemalige Ordnung und lösten das ursprüngliche Erscheinungsbild des Hauses nach und nach auf.
Mit der jetzigen Sanierung wurde versucht, dieses behutsam wieder herauszuarbeiten und zugleich eine eigenständige sowie langlebige Gestaltung zu schaffen.
Dafür wurde das gesamte Haus monochrom in ein neutrales, zugleich warmes Beige getaucht, was großzügig und elegant wirkt.
Ein schlichtes Portal mit einem detaillosen, auskragenden Vordach integriert den Briefkasten, die Sprechstelle und zudem die Hausnummer, was den minimalistischen Gesamtausdruck unterstreicht.
Glatte Putzfaschen setzen sich zu dem ursprünglichen Rauputz ab, proportionieren und ordnen die teils bezugslosen Fensteröffnungen zu einem Ganzen.
Holzlamellen dienen als Teilsichtschutz vor der verglasten Eingangstür sowie als Sitzfläche einer Bank, die sich mit einem Pflanzbeet aus der neuen Treppenanlage entwickelt. Sie heben sich optisch hervor und betonen die Gesten des Ankommens und des Verweilens.
Entstanden ist ein Haus, das seine Geschichte bewahrt, zugleich durch Klarheit, Zurückhaltung und zeitlose Eleganz neu interpretiert wurde und selbstbewusst in die Zukunft weist.